TP Berlin - In der Sonnenglut

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TP Berlin - In der Sonnenglut

Beitragvon Anneliese » So 7. Jul 2019, 15:26

TP in der Sonnenglut - für Präriehunde, Lamas und Eisbären null Problem!

25. Juni=34 Grad, 26. Juni=38 Grad, 29. Juni=36 Grad, 30. Juni=39 Grad

Samstag und Sonntag, den 29. und 30. Juni, war es im Tierpark bis zu 39 Grad heiß. Der Wind, der keine Kühlung brachte, schien direkt aus der Sahara zu kommen. Die Lamas auf der Wiese gegenüber dem Patagonia-Restaurant störte das nicht, sie blieben auf ihren Sonnenplätzen stehen. Die Nashornfrau Betty und ihr heranwachsender Sohn Karl aber versuchten, der Sonnenglut zu entgehen, indem sie sich in den schattigen Eingang zum Innengehege stellten. Soviel Afrika musste nicht sein. Einmal lagen sie beide im Wasser, aber nicht permanent, wie man annehmen könnte. Vielleicht war es mittlerweile auch im Wasser zu warm. Ich hätte es besser gefunden, man hätte die Tür geöffnet und ihnen die Wahl gelassen. Die Varis, meine Lemurenfreunde, waren auch drinnen, vielleicht war es hier mittlerweile heißer als daheim in Madagaskar.

Der Tierpark half uns in diesen Tagen zu überleben, nicht zuletzt auf der schattigen Terrasse des „Patagonia“-Restaurants.. Am Sonnabend, den 29. Juni, gab es ein größere Anzahl Besucher, ansonsten hielt sich der Publikumsverkehr in Grenzen. Die Hitze trieb die Berliner wohl eher an den Wannsee oder Müggelsee. Schade, denn im Tierpark war es gut auszuhalten. Wir genossen die Stille, die vielen Bäume und natürlich die Tiere. Von einer Bank im Schatten aus verfolgten wir das lustige Treiben von Hertha und Tonja. Um 11 und um 14 Uhr gab es Fütterungen: Eisbergsalat und Melone oder Eisbombe, alles aus dem Wasser zu fischen. Zweimal mussten wir beobachten, dass die Mutter sich widerrechtlich die Melone ihrer Tochter holte. Hertha protestierte laut und verbittert, Tonja aber blieb unbeeindruckt. Ein andermal gelang es Hertha, eine kurze Unaufmerksamkeit der Mama auszunutzen und sich ih Melonenstück zurückzuholen. Nach der Mahlzeit entspannte sich das Mutter-Tochter-Verhältnis, Tonja war wieder allerliebst und rührend mit ihrer Tochter im Wasser zugange. Mein Begleiter winkte mich heran: Tonja hatte im Wasser die Arme um Hertha geschlungen und sie fest an sich gedrückt. Tonja kann es immer noch nicht fassen, dass ihr dieses Kind geblieben ist, sie genießt das. Sie ist Hertha behilflich, sie ist zärtlich, sie umarmt sie, sie spielt mit ihr im Wasser.
Am beliebtesten war bei beiden das Surfbrett. Man kann sich draufwerfen und eine Weile surfen, man kann es drehen und wenden, man kann unterher tauchen.

Wenn es mit den Wasserspielen reichte, knallten sie sich in die Sonne, Tonja mit Vorliebe dahin, wo es am heißesten ist: Auf die Spitze ihres kleinen Felsenmassivs. Wir erinnern uns noch an Knut und die drei Eisbärinnen: Auch sie haben sich häufig ohne Not der prallen Sonne ausgesetzt. Es gibt Schattenplätze und das Innengehege bleibt geöffnet. Großes Rätselraten - sie sind doch Polarbären, keine Solarbären!

Wenn wir richtig beobachtet haben, schüttelt sich Tonja bei 38 Grad nicht wie sonst, unter Erzeugung einer Wolke aus Wassertröpfchen, das Wasser aus dem Fell, wenn sie dem Becken entsteigt. Vielmehr legt sie sich nass in die Sonne. Unsere Vermutung von damals: Das Wasser im Fell verdunstet in der Sonne und bewirkt einen Kühlungseffekt. Beim Googeln im Internet habe ich keine solche Erklärung gefunden, vielmehr wird mitunter, z.B. von Peta, schwere Anklage gegen die Eisbärenhaltung in den Zoos erhoben. Die Tiere würden in der Hitze dem Kollaps entgegenschmachten. Kuratoren behaupten, Eisbären würden sich bei Hitze nur im Schatten aufhalten. Sie verstehen sicher mehr davon als ich - trotzdem, es widerspricht meinen Beobachtungen als Zoobesucherin, nicht nur bei Tonja. Die Tierpfleger bestätigen, dass Tonja sich in die pralle Sonne legt und damit gut zurechtkommt, haben aber keine Erklärung. Die Hitze ist vermutlich für die Zoo-Eisbären kein Problem, sofern die Gehege ein Wasserbassin haben und sie auf Schattenplätze ausweichen können, sobald es ihnen irgendwann doch in der Sonne zu viel wird, z.B. weil das Wasser verdunstet ist. Falls diese Erklärung denn stimmt.

So eine Wanne mit Eis hätte Hertha sicherlich auch gerne. Von Tonja ganz zu schweigen.

https://www.spiegel.de/video/eisbaer-no ... 11286.html

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Tonja nimmt ein Sonnenbad

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Tonja weiß sich im Wasser gut zu unterhalten, genau wie die Tochter.

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Hertha im Wasser
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Hertha auf Schnipseljagd
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Fräulein Teddy in den Klippen

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Fräulein Teddy findet einen großen Stock und ein winziges Stöcklein.

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Hertha geht spazieren, mal sehen, was sie entdeckt.

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Aha, das Schnitzelbett! Und dann müssen die Melonenbälle wenigstens mal hochgeworfen werden, die faule Bande. Was kann jetzt noch passieren? Das Abendessen, wunderbarer Abschluss des Tages!

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Der Tag vergeht
Sie denkt noch mal an den Tag zurück: Sonnenbäder, Raufereien, dann hören sie das Abendbrotgeklaper. Nix wie rein. Ob Hertha wohl den Nachtisch erhält???"

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Das Kind gewinnt, ist doch klar.

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Welche verheißungsvollen Geräusche hören wir von drinnen?
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Komm Kind. Es gibt bestimmt Melone als Nachtisch.
(Fragt sich nur, ob für dich oder für mich.)

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Anneliese
 
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Re: TP Berlin - In der Sonnenglut

Beitragvon Anita » Di 9. Jul 2019, 14:22

Liebe Anneliese

Ich habe ja Quintana auch gerade in der Sonne liegend gesehen.
Ich nehme an, die schwarze Haut isoliert vor Kälte und auch vor Wärme [denknach]

Danke für die erfrischen Bilder.
Liebe Grüße,
Anita [tschuess]
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Re: TP Berlin - In der Sonnenglut

Beitragvon Eva » Di 9. Jul 2019, 19:28

Liebe Anneliese,
herzlichen Dank für die schönen neuen Bilder von Hertha und Mama samt Bericht. Yoghi lag früher oft auf einem Stein in der prallen Sonne und genoss die Wärme sichtlich. Zoo-Tiere sind nun mal nicht mit den Eisbären in der Wildnis zu vergleichen. Als Giovanna im Winter wegen ihrer Hormonumstellung ein dünneres Fell hatte, ging sie nicht ins Wasser. Es war ihr eindeutig zu kalt. Warum nicht auch mal wärmen im Sonnenschein? Deine Überlegung in Bezug auf Verdunstungskühle klingt für mich sehr logisch! Hauptsache sie haben kühles Wasser zur Erfrischung, wenn schon keine Eishöhle oder eine Wanne voller Eis.
Bärige Grüße [tschuess] Eva
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Re: TP Berlin - In der Sonnenglut

Beitragvon Sonja » Sa 13. Jul 2019, 13:58

Liebe Anneliese, Herta mal in strahlend weiss, sie ist eine schöne Bärin [herzig] [herzig] und natürlich auch ihre Mama
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