Folge der MOSAIC expedition

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon Eva » So 13. Okt 2019, 17:33

Das Bild von der Eisbärmama an der Fahne ist zum Brüllen!
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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » So 13. Okt 2019, 18:48

Ja Eva, das ist typisch Eisbär, immer neugierig alles untersuchen [biggrins] mir gefällt das Bild sehr gut
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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » So 13. Okt 2019, 18:50

Tag 24 Sonntag 13. Okt. 2019 - 3.578km - Temperatur 21,3°C - Position N84°50 E134°49

Ein Riss im Eis kann sich in kurzer Zeit in einen Presseisrücken verwandeln und sich dann wieder öffnen. Das zeigt eindrucksvoll , wie dynamisch unser neues Zuhause ist.

Unsere Eisscholle hat einen ungewöhnlich stabilen Bereich, der uns das Vertrauen gibt, eine gute Basis und Ausgangspunkt für ein komplexes Forschungscamp zu sein. Gleichzeitig ist diese Scholle in ihren anderen Bereichen typisch für die neue Arktis, die von dünnen instabileren Schollen gekennzeichnet ist. Gerade deshalb ist sie für unsere wissenschaftlichen Projekte sehr gut geeignet.

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » Mo 14. Okt 2019, 18:20

Tag 25 Montag 14 Okt. 2019 - 3.588km - Temperatur -20,1°C - Position N84°45 E134°23

Geschafft! Eine der zentralen Aufgaben während der ersten Phase von MOSAIC ist erfüllt.

Das internationale Team von Wissenschaftler auf der Akademik Fedorov hat, unterstützt durch die extrem erfahrene Crew des Schiffs und die nicht minder erfahrenen Piloten der MI-8-Helikopter, erfolgreich das sogenannte Distributed Network ausgebracht: jenes komplexe System aus Bojen und Messeinheiten, das in bis zu 50 Kilometern Entfernung um das zentrale Observatorium Polarstern driften wird. Die großen und kleinen Messstationen wurden teilweise direkt vom Schiff über die Gangway ausgebracht; teilweise kamen die Helikopter zum Einsatz um die Messinstrumente auf fragileren Eisschollen zu platzieren.

Obwohl nun, nachdem vor einigen Tagen die Sonne zum letzten Mal für dieses Jahr über den Horizont gestiegen ist, die Temperaturen rapide fallen, spielte uns gutes Wetter in die Karten. Zwar gestaltete sich das Ausbringen der komplizierten Instrumente auf dem sehr dünnen, schwachen Eis als echte Herausforderung , der wir jedoch letztlich insbesondere durch die wertvolle Erfahrung des russischen Teams von Eisexperten des Arktischen und Antarktischen Forschungsinstitut Russlands (AARI) gewachsen waren.

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon Sonja » Di 15. Okt 2019, 08:04

Die Bilder mit den Eisbären und der Sonnenuntergang sind toll
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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » Di 15. Okt 2019, 18:00

Tag 26 Dienstag 15. Okt. 2019 - 3.592km - Temperatur -21,6°C - Position N84°45 E134°13

Vollmond über Ocean City:

Das Eis, auf dem wir leben, ist im ständigen Wandel. Vor allem Wind und Meeresströmungen schieben es zusammen oder ziehen es auseinander. Gestern Nacht aber hörten und sahen wir, wie das Eis einem besonders starken Druck ausgesetzt war. Das dürfte mit dem Vollmond zusammenhängen, denn auch die Tiden haben einen Einfluß auf die Bewegung des Eises.

Dies ist übrigens ein Phänomen, das auch schon Fridtjof Nansen sehr ausführlich beschrieben hat.

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon Anita » Mi 16. Okt 2019, 10:23

Danke , liebe Uli für die ständigen und sehr interessanten Updates [tschuess]
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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » Mi 16. Okt 2019, 19:48

Tag 27 Mittwoch 16.Okt. 2019 - 3.601km - Temperatur -13,4°C - Position N84°45 E133°18

Auf unserer Expedition arbeiten wir an fünf verschiedenen Forschungsschwerpunkten, die wir hier im Laufe der Zeit näher vorstellen wollen.
Heute erklären wir den Bereich Meereis:

Das arktische Meereis verändert sich. MOSAIC vermisst ein ganzes Jahr lang den Lebenszyklus des Eises – wie es sich bildet, sich verformt, driftet und reißt, wie es taut und wie es dabei die Energieflüsse zwischen Luft und Wasser bestimmt.

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon UliS » Do 17. Okt 2019, 19:52

Tag 28 Donnerstag 17. Okt. 2019 - 3.606km - Temperatur -14,0°C - Position N84°45 E132°57

Die vermutlich größte Aktivität des Tages war ein Riss im Eis, welcher neben dem elf Meter langen Turm bei Met City – den meteorologischen Aufbauten auf der Scholle – entstanden ist.

Matthew Shupe hat diesen Riss gegen 14:00 Uhr gespürt und auch gehört, wie er sich langsam zwei Meter neben dem Turm öffnete. Bis zum Ende des Tageswuchs der Riss auf eine Breite von fünf Zentimetern an, ein Ergebnis der ständigen Bewegung des Eises, auf dem wir arbeiten.

Wir werden die Entwicklung des Risses genau beobachten.

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Re: Folge der MOSAIC expedition

Beitragvon Anita » Fr 18. Okt 2019, 15:58

Ein großer Riss [staunen]
Da kann die Eisschicht nicht wirklich dick sein [nein]
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