Insel Nowaja Semlja - Eisbären im Hausflur

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Insel Nowaja Semlja - Eisbären im Hausflur

Beitragvon UliS » Sa 9. Feb 2019, 23:32

Eisbären machen sibirische Insel in der Arktis unsicher

Wegen einer "Invasion aggressiver Eisbären" haben die Behörden der sibirischen Arktis-Insel Nowaja Semlja den Notstand ausgerufen. Dutzende Bären seien in Wohnhäuser und öffentliche Gebäude eingedrungen, hiess es am Samstag zur Begründung.
09.02.2019

Regionale Behörden setzten einen Hilfsappell ab. Eine Abordnung von Experten wollte sich auf den Weg zu der Insel mit ihren rund 3000 Einwohnern machen, auf der sich russische Luftstreitkräfte und Luftverteidigungstruppen befinden.

Eine Genehmigung zur Erschiessung der Bären wurde zunächst nicht erteilt. Eisbären gehören zu den gefährdeten Tierarten und dürfen in Russland nicht erlegt werden. Die für Nowaja Semlja zuständigen Regionalbehörden in Archangelsk erklärten allerdings, sollten alle anderen Mittel fehlschlagen, könne das Erschiessen der Tiere nicht mehr ausgeschlossen werden.

In einem örtlichen Bericht an die Regionalbehörden hiess es, seit dem vergangenen Dezember seien 52 Polarbären regelmässig in Beluschja Guba, der Hauptsiedlung der Insel, aufgetaucht. Einige von ihnen hätten Menschen angegriffen. Eltern hätten Angst, ihre Kinder zum Kindergarten oder in die Schule gehen zu lassen.

Einige Bären würden Menschen "regelrecht jagen", sagte der Chef der örtlichen Behörde, Schiganscha Musin. Er lebe seit 1983 auf der Insel, aber einen Einmarsch so vieler Bären habe er noch nie erlebt.

Die beschleunigte Eisschmelze in der Arktis als Folge des Klimawandels führt dazu, dass Eisbären sich länger an Land aufhalten. Dort liefern sie sich einen Wettstreit um Nahrung.

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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon Anita » So 10. Feb 2019, 12:29

Ja, die Tiere haben großen Hunger und machen, was sie sonst nie machen würden [heul]
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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon UliS » Di 12. Feb 2019, 13:50

Notstand wegen "Invasion" aggressiver Eisbären auf Arktis-Insel Video

Video: https://www.youtube.com/watch?time_cont ... igRLPxywjM

11. Februar 2019 Dutzende Bären in Häuser eingedrungen – noch keine Genehmigung zum Erschießen erteilt Moskau –

Wegen einer "Invasion aggressiver Eisbären" haben die Behörden der sibirischen Arktis-Insel Nowaja Semlja den Notstand ausgerufen. Dutzende Bären seien in Wohnhäuser und öffentliche Gebäude eingedrungen, hieß es am Samstag. Behörden setzten einen Hilfsappell ab. Auf der Insel mit ihren rund 3.000 Einwohnern befinden sich russische Luftstreitkräfte und Luftverteidigungstruppen.

Eine Genehmigung zur Erschießung der Bären wurde zunächst nicht erteilt. Eisbären gehören zu den gefährdeten Tierarten und dürfen in Russland nicht erlegt werden. Die für Nowaja Semlja zuständigen Regionalbehörden in Archangelsk erklärten allerdings, sollten alle anderen Mittel fehlschlagen, könne das Erschießen der Tiere nicht mehr ausgeschlossen werden.

Eltern haben Angst um ihre Kinder In einem Bericht an die Regionalbehörden hieß es, seit dem vergangenen Dezember seien 52 Polarbären regelmäßig in Beluschja Guba, der Hauptsiedlung der Insel, aufgetaucht. Einige von ihnen hätten Menschen angegriffen. Eltern hätten Angst, ihre Kinder zum Kindergarten oder in die Schule gehen zu lassen.

Polar bears going into apartment blocks on Novaya Zemlya. State of emergency announced on the island. Usually they mass on land when there is no ice on the sea... pic.twitter.com/35QcLTiPzJ — Maria Antonova (@mashant) February 9, 2019

Einige Bären würden Menschen "regelrecht jagen", sagte der Chef der örtlichen Behörde, Schiganscha Musin. Er lebe seit 1983 auf der Insel, aber ein Vordringen so vieler Bären habe er noch nie erlebt. guardian news Die beschleunigte Eisschmelze in der Arktis als Folge des Klimawandels führt dazu, dass Eisbären sich länger an Land aufhalten. Dort liefern sie sich einen Wettstreit um Nahrung. (APA/AFP, 9.2.2019) - derstandard.at/2000097779567/Notstand-wegen-Invasion-aggressiver-Eisbaeren-auf-Arktis-Insel
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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon UliS » Di 12. Feb 2019, 15:37

Zusammengefasst:
Für die verstärkten Eisbärsichtungen auf der russischen Inselgruppe Nowaja Semlja gibt es mehrere Erklärungen. Der Klimawandel - etwa in Form von weniger Eisbedeckung - dürfte eine Rolle spielen.

Mitschuld tragen aber auch wilde Müllkippen, die den Bären die Futtersuche einfacher machen. Genaue Informationen sind für Forscher schwer zu bekommen, weil Nowaja Semlja militärisches Sperrgebiet ist.

Ganzer Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 52695.html
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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon Ludmila » Di 12. Feb 2019, 15:56

In USA und in Kanada wird Hausmüll in den Mülltonnen mit der Bärensicherung verstaut. Die Russen werfen Müll einfach weg und wundern sich, dass die Eisbären kommen. [augenroll]
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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon UliS » Di 12. Feb 2019, 16:02

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Auch die Norweger haben keine Müll-Eisbären ... [Wut]

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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon Eva » Di 12. Feb 2019, 19:47

Hungrige Bären und Müllkippen und die Leute wundern sich [augenroll] Wie doof kann man sich anstellen!!!
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Re: Eisbären machen sibirische Insel Nowa in der Arktis unsi

Beitragvon UliS » Mo 18. Feb 2019, 18:30

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Nordpolarmeer Eisbären ziehen sich aus russischer Siedlung zurück
18.02.19

Die Eisbären auf der russischen Inselgruppe Nowaja Semlja im Polarmeer haben sich nach Angaben der Behörden weitgehend aus den Siedlungen zurückgezogen. In der Siedlung Beluschja Guba halten sich noch zwei bis drei Eisbären auf, teilte ein Sprecher der Agentur Interfax am Montag mit.

Das seien Tiere, die dort dauerhaft lebten. „Wir werden die Bären aber weiter beobachten.“ Ein Vertreter der Umweltaufsicht hatte zuvor der Agentur Tass zufolge gesagt, es seien keine Bären mehr gesichtet worden.

Der zuvor ausgerufene Notstand auf der Insel, auf der etwa 3000 Menschen leben, sollte nach Angaben der Behörden um Mitternacht in der Nacht zum Dienstag enden.

Zuletzt war die Insel rund 2000 Kilometer nordöstlich von Moskau international in den Schlagzeilen gewesen. In den Siedlungen wurden mehr als 50 Eisbären gesichtet, die auf der Suche nach Futter durch Hausflure kamen, Mülltonnen durchwühlten und Bewohnern gefährlich nahe kamen.

Vor rund einer Woche wurde der Notstand in der Region erklärt. Daraufhin wurde auch das Militär eingesetzt, um die Menschen vor den Raubtieren zu schützen.

Als Grund nannten Wissenschaftler, dass die Robbenjagd für die Eisbären durch den Klimawandel schwerer geworden sei. Um Nowaja Semlja soll es nicht genügend Eis auf dem Wasser geben. Derzeit berät ein Gremium, wie die Menschen auf der Doppelinsel am Nordpolarmeer dauerhaft geschützt werden können. Den Plänen zufolge soll der Bau einer Müllverbrennungsanlage schneller erfolgen als geplant. (dpa)
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Re: Eisbären im Hausflur

Beitragvon UliS » Di 19. Feb 2019, 18:37

Eisbären im Hausflur

Von Friedrich Schmidt, Moskau
15.02.2019 - Quelle

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Auf dem russischen Archipel Nowaja Semlja treiben sich Raubtiere in Siedlungen herum. Ein Video zeigt einen stattlichen Eisbären in einem Hausflur. Auch wenn darüber Witze gemacht werden: Der Hintergrund ist ernst.
Bild: Greser & Lenz

In Russlands hohem Norden, auf dem Archipel Nowaja Semlja im Nordpolarmeer, sind Mensch und Eisbär einander dieser Tage so nah gekommen, dass spektakuläre Bewegtbilder um die Welt gehen. Ein in sozialen Medien weit verbreitetes Video, das wohl von einer Überwachungskamera aufgezeichnet wurde, zeigt einen stattlichen – und im Vergleich mit ziemlich schmutzigen Artgenossen auf anderen Bildern aus der Gegend schön weißen – Bären in einem Hausflur. Am Boden fehlen Kacheln, die Wände könnten einen Anstrich gebrauchen. Das Tier passiert Türen und Kinderwagen, guckt sich um und läuft dann rasch wieder zurück. Ein russischer Onlinesatireanbieter witzelte, der Eisbär habe gesehen, unter welchen Bedingungen Russen zur Zeit lebten, habe sich erschreckt und sei fortgelaufen.

Der Hintergrund ist ernst. Seit Dezember verzeichnet Nowaja Semlja („Neues Land“) ein erhöhtes Eisbärenaufkommen. Am Samstag meldete das Gebiet Archangelsk, zu dem der Archipel zählt, die Behörden hätten wegen einer „Invasion“ von Eisbären dort den Notstand verhängt. Insgesamt 52 der Tiere wurden auf dem Gebiet der Siedlung Beluschja Guba gezählt. Sie ist mit gut 2400 Bewohnern der Hauptort des Archipels, dessen Kern eine von einer Meerenge getrennte Doppelinsel ist. Insgesamt leben auf Nowaja Semlja nur rund 3000 Menschen. Viele von ihnen sind Soldaten. In sowjetischer Zeit wurden auf dem Archipel Kernwaffen getestet. Am Meeresboden rund um Nowaja Semlja lagern radioaktive Abfälle. Das Militär hat auch einen Flughafen auf Nowaja Semlja hinterlassen. Der Archipel ist daher Sperrgebiet und kann nur mit einer Erlaubnis des Verteidigungsministeriums besucht werden.

Eisbären betrifft und schert das natürlich nicht. Wie viele von ihnen auf Nowaja Semlja unterwegs sind, ist nicht bekannt. Aber sechs bis zehn von ihnen seien ständig in Beluschja Guba, hieß es am Wochenende. Es habe Fälle aggressiven Verhaltens von Bären gegenüber Menschen wie Angriffe oder „Eindringen in Wohn- und Diensträume“ gegeben. Eine Bewohnerin berichtete von einer Begegnung, als sie ihre Tochter in den Kindergarten brachte: „Ich sah die kleinen, schönen Augen des Bärenjungen. Aber ich hatte noch nie so viel Angst.“ Sie habe das Kind gepackt und sei weggerannt. Soldaten erzählten, die Tiere ließen sich nicht einmal von Schüssen abschrecken. In die Luft, versteht sich: Eisbären stehen auf der „Roten Liste“, nur in Extremfällen wird eine Sondererlaubnis zum Abschuss gegeben.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=7wIC10bPIhE
© Youtube

Fachleute bringen den Eisbäreneinfall mit dem Klimawandel in Verbindung. Die Tiere sind zur Jagd auf Robben, ihre wichtigste Beute, auf Eisschollen angewiesen. An Eislöchern lauern sie den Tieren auf. Aber das Eis wird weniger. Selbst im Winter. Im Sommer wird die Arktis bis 2050 nach Angaben der Umweltschützer des WWF sogar vollständig eisfrei sein. Nicht nur im Norden Russlands hat dieser Wandel schon zu Bär-Mensch-Konflikten geführt, sondern auch in Grönland, Kanada und Alaska.

Hinzu kommt der Müll. Auf der Suche nach Nahrung, die Eisbären auf 30Kilometer wittern können, werden sie von menschlichen Siedlungen angezogen. Die Abfallentsorgung auf Nowaja Semlja wird als „nicht sehr gut“ beschrieben. Es gibt offene Müllkippen. So kommt es zu Bildern von Eisbären, die Unrat nach Essbarem durchwühlen – was dem größten Landraubtier und „Herrn der Arktis“ viel von seinem Nimbus raubt.

Video: https://www.youtube.com/watch?v=oXYpeE9_Q4E
Klimawandel als Ursache? : „Eisbären-Invasion“ ängstigt Bewohner am Polarkreis
Video: AFP

Die Behörden versuchen nun, die Eisbären „mit der Technik, die es gibt“, zu vergrämen. Wenn etwa Kinder auf einem frisch umzäunten Spielplatz spielten, stehe ein Auto bereit, um allfällige Bären zu verscheuchen. Die Mülldeponien sollen verschwinden: Im kommenden Jahr soll auf Nowaja Semlja eine Verbrennungsanlage entstehen. Der WWF spricht sich nun für Zäune, Videoüberwachung und Warnsysteme aus. Zusammen mit russischen Partnern habe man den Behörden längst einen Plan zur „Konfliktprävention“ vorgeschlagen. Vergebens. Auch habe keiner der Fachleute in den vergangenen Jahren eine Erlaubnis vom Verteidigungsministerium bekommen, Nowaja Semlja zu besuchen. Erst jetzt, im Notfall, wurde einem Team aus Eisbär-Fachleuten diese Erlaubnis erteilt. Schon Anfang der Woche sollte das Team nach Nowaja Semlja fliegen. Aber noch am Donnerstagvormittag verhinderte schlechtes Wetter die Reise.

Stattdessen gab es Erfolgsmeldungen vom Archipel: Die Zahl der Eisbären um Beluschja Guba nehme ab. Am Dienstag habe man noch 20, am Mittwoch zwölf und am Donnerstag noch neun Tiere gezählt. Den Notstand werde man aufheben, wenn man wieder nur drei bis fünf Tiere zähle. Denn so viele lebten ständig in der Umgebung der Siedlung.
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Re: Eisbären ziehen sich aus russischer Siedlung zurück

Beitragvon Ludmila » Di 19. Feb 2019, 18:40

Ich hoffe die Verbrennungsanlage wird wirklich gebaut.
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