Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

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Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:21

Peta: Neue Anzeige gegen Zoo Hannover

Die Tierschutzorganisation Peta startet einen neuen Anlauf gegen den Zoo Hannover: Nach angeblicher Elefanten-Misshandlung steht diesmal die Haltung von Vögeln im Fokus.

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Flamingos im Zoo Hannover.© Becker


Wasservögel werden laut Peta durch "regelmäßiges Beschneiden der Federn oder chirurgische Eingriffe" flugunfähig gemacht. Peta sieht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und erstattet deswegen Anzeige gegen 20 Zoos, darunter auch den in Hannover. "Zoos scheuen meist Kosten und Mühen, um Wasservögel mit baulichen Veränderungen wie dem Überzäunen vorhandener Freianlagen flugfähig halten zu können", schreibt Peta.

"Aktuell ist uns nur die Pressemitteilung von Peta bekannt. Darüber hinaus liegen uns keine Informationen vor. Grundsätzlich werden im Zoo Hannover seit vielen Jahren nur einigen wenigen Vogelarten (z.B. Pelikan, Flamingo, Kronenkranich) einmal jährlich, im Rahmen der tierärztlichen Kontrolluntersuchung, die Federn geschnitten", gab der Zoo als Stellungnahme bekannt.

Vor wenigen Monaten hat Peta die Elefantenhaltung im Zoo Hannover angeprangert. Konkret ging es um den Einsatz von Elefantenhaken. Die Staatsanwaltschaft sah aber keine Belege für Verstöße gegen den Tierschut
Quelle: http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine ... o-Hannover
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:26

Peta stellt Anzeige gegen Wilhelma

Die Tierschutzorganisation Peta sieht bei der Haltung von Flamingos in der Wilhelma Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Sie wirft dem Zoo vor, eine verbotene Technik anzuwenden.

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Foto: Wilhelma

Die Tierschutzorganisation Peta hat am Dienstag gegen die Wilhelma und 19 weitere Zoos in Deutschland Strafanzeigen gestellt. Sie setzen sich für Wasservögel wie Flamingos, Pelikane und Wildgänse ein. Die Tierrechtsorganisation sieht in der Beschneidung der Flügel der großen Vögel einen Verstoß gegen das Tierschutzverbot. Dies würde in den nun angezeigten Zoos praktiziert, sagte eine Peta-Sprecherin.

Die Organisation spricht von einer systematischen Verstümmelung der Tiere. Dazu zähle das Beschneiden der Federn ebenso wie chirurgische Eingriffe. Auch werden in manchen Fällen eine Teilamputation der Flügelknochen vorgenommen, diese Methode heißt Kupieren. Das bayerische Staatsministerium für Umwelt habe in einer Antwort auf die Anfrage einer SPD-Abgeordneten in diesem Jahr festgestellt, dass das tierschutzrechtliche Amputationsverbot, das im Gesetz stehe, gleichermaßen dauerhafte wie vorübergehende Maßnahmen umfasse, die Tiere flugunfähig zu machen. Darauf bezieht sich Peta.

Die Wilhelma prüfe aktuell noch die gegen sie erhobenen Anschuldigungen. „Solange wollen wir uns zu dem laufenden Verfahren nicht äußern“, sagte der Wilhelma-Sprecher Florian Pointke.
Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 8ccfb.html


Wilhelma wehrt sich gegen Vorwürfe der Tierquälerei


Peta hat gegen die Wilhelma in Stuttgart und 19 weitere Zoos eine Strafanzeige gestellt. Sie sollen die Flügel großer Vögel gesetzeswidrig verstümmelt haben. Die Wilhelma widerspricht.

Knapp eine Woche nach dem Eingang einer Strafanzeige der Tierrechtsorganisation Peta gegen 20 Zoos in Deutschland, die Verstümmelungen von Vögeln anprangert, veröffentlicht die Stuttgarter Wilhelma nun eine erste Stellungnahme. „Wir kennen die genauen Vorwürfe in der Anzeige nicht“, sagte ein Sprecher des zoologisch botanischen Gartens. Solange könne man auch nicht im einzelnen auf die Vorwürfe eingehen. „Wir wissen nur, dass wir das Tierschutzgesetz einhalten“, fügt er hinzu. Das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart bestätigt dies: „Unsere Veterinäre haben keine Verstöße festgestellt“, sagte ein Pressesprecher der Verwaltung.

Peta hatte den 20 Tierparks vorgeworfen, sie würden die Flügel großer Vogelarten wie Flamingos und Pelikane verstümmeln, damit diese nicht wegfliegen können. Die Wilhelma verteidigt sich zusammen mit den weiteren von der Anzeige betroffenen Zoos in einer Stellungnahme des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). Man sehe den Anzeigen der Tierrechtsorganisation Pete ruhig entgegen. „Für uns ist klar, dass unsere Mitglieder die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes gewissenhaft einhalten – nicht zuletzt, weil neben der Betreuung durch unsere Veterinäre auch die umfassende Kontrolle der Behörden gegeben ist“, sagt VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. „Deswegen widersprechen wir den Vorwürfen von Peta.“

Der Verbandsgeschäftsführer kritisiert die Tierrechtsorganisation: „Peta ist immer schnell mit Anzeigen und Aktionen, aber die Niederlagen vor Gericht in der Vergangenheit - auch in zahlreichen Verfahren, die Zoos betreffen - haben gezeigt, dass es sich dabei oft genug um unbegründeten Aktionismus handelt“, sagt Volker Homes.
Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 63d42.html
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:31

Peta zeigt Dortmunder und Duisburger Zoo wegen Tierquälerei an

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Um Flamingos in Zoos halten zu können, werden die Tiere laut Peta regelmäßig beschnitten.Foto: Tobias Schwarz / REUTERS

Peta hat Strafanzeige gegen mehrere deutsche Zoos und Tierparks gestellt
Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass Wasservögel flugunfähig gemacht würden
Im Fokus stehen auch Zoos in NRW
Berlin. Die Tierrechtsorganisation Peta hat Strafanzeige gegen 20 deutsche Zoos und Tierparks wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet – unter anderem gegen den Tierpark Berlin und die Zoos in Dortmund, Duisburg, Hannover, Köln und Krefeld.
Um Wasservögel wie Flamingos, Pelikane und Gänse am Wegfliegen zu hindern, würden die Tiere durch regelmäßiges Beschneiden der Federn oder chirurgische Eingriffe flugunfähig gemacht, teilte die Organisation am Mittwoch in Berlin mit. Die Vögel würden für die „trügerische Idylle einer malerisch wirkenden Teichanlage“ verstümmelt.
Körperteile amputiert und Organe zerstört

Peta bezieht sich auf Schätzungen von 2016, wonach in deutschen Zoos und Tierparks rund 10.000 flugunfähig gemachte Vögel gehalten werden. Den Tieren werden dafür Körperteile amputiert oder Organe oder Gewebe zerstört. Das ist laut Tierschutzgesetz verboten.
Dennoch drückten die meisten Behörden und Bundesländer beide Augen zu, sagte Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta. Vogelarten wie Flamingos und Pelikanen werde es durch den Eingriff unmöglich gemacht, sich artspezifisch fortzubewegen.

Die betroffenen Zoos und Tierparks im Überblick:
• Erlebnis- und Tierpark Güstrow
• Luisenpark Mannheim
• Tierpark Berlin
• Tierpark Cottbus
• Tierpark Gotha
• Tierpark Hagenbeck
• Tierpark Heidelberg
• Tierpark Hellabrunn
• Wilhelma Stuttgart
• Zoo Dresden
• Zoo Dortmund
• Zoo Duisburg
• Zoo Frankfurt
• Zoo Hannover
• Zoo Karlsruhe
• Zoo Krefeld
• Zoo Köln
• Zoo Leipzig
• Zoo Nürnberg
• Zoo Rostock
Quelle: https://www.derwesten.de/staedte/duisbu ... 79223.html
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:33

Peta zeigt Zoo wegen Tierquälerei an
Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert, dass Pelikanen, Flamingos und Gänsen die Flügel beschnitten würden und nennt das Verhalten „tierquälerisch“.


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Das Rosapelikan-Trio im Frankfurter Zoo: berühmt für gelegentliche Ausreißversuche, aber stets zu Fuß. Foto: Chris Hartung

Von „Verstümmelung“ spricht die Tierrechtsorganisation Peta: Sie wirft dem Frankfurter Zoo sowie 19 anderen deutschen Tierparks vor, Vögel durch regelmäßiges Beschneiden und Amputationen flugunfähig zu machen. Gegen die 20 Einrichtungen habe Peta in dieser Woche Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt, teilten die Tierschützer am Mittwoch mit.

„Tierquälerisch“ nennt Peta den Umgang mit Pelikanen, Flamingos und Gänsen in der Pressemitteilung. Der Verein fordert „das Ende der systematischen Verstümmelung von Vögeln in zoologischen Einrichtungen“ und grundsätzlich auch das Ende der Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft. Die meisten Behörden und Bundesländer drückten „beide Augen zu“, kritisiert Peta-Referentin Yvonne Würz: „Den Wasservögeln wird auf grausame Art und Weise ihre natürliche Fortbewegung verwehrt, nur um sie den Besuchern in Freianlagen nett zu präsentieren.“ Das sei, „als würde man einem gesunden Menschen die Fähigkeit zum Laufen nehmen“.

„Wird längst nicht mehr praktiziert“

Dass etwa Rosapelikanen in Frankfurt Flügelteile amputiert wurden, bestätigt Zoodirektor Manfred Niekisch. „Das war allerdings in früheren Jahren, sehr lange vor meiner Zeit.“ Durchaus möglich, sagt er, dass auch unter den Flamingos noch Tiere seien, die man auf solche Weise einst am Fliegen gehindert habe. „Aber heute ist das, Gott sei Dank, verboten und wird bei uns längst nicht mehr praktiziert.“

Der Zoo habe eine ganze Reihe von Vogelarten abgeschafft – genau aus dem Grund, dass es ein starker Eingriff in die Natur der Vögel sei, ihnen das Fliegen zu verwehren. „Und was von selbst hereinfliegt, ist uns willkommen“, sagt Niekisch. Für die Zukunft plane man in Frankfurt, „stärker in Richtung Freiflugvolieren zu denken“ oder etwa die Anlaufwege zu verkürzen: „Große Vögel brauchen viel Anlauf, sonst können sie nicht abheben.“

Amputation sind heute strikt verboten

Niekisch und sämtliche anderen befragten Behördenvertreter hatten bis Mittwoch nur durch die Pressemitteilung von Petas Strafanzeigen erfahren. So auch Madeleine Martin, die Tierschutzbeauftragte der hessischen Landesregierung. Sie sagt: „Wir müssen unterscheiden, geht es Peta um die Altfälle, oder haben Zoos etwa frisch amputiert?“ In der Tat hätten die Tierparks viele Jahre lang Flügel gekappt. Heute sei Amputation strikt verboten. „Die Definition ist: Wenn Blut fließt, ist es nicht statthaft.“

Demzufolge wäre es tolerierbar, wenn Federn beschnitten werden, die nachwachsen. Peta widerspricht: Das Verbot gelte auch für vorübergehende Maßnahmen, sagt Yvonne Würz. Dass in Frankfurt geschnitten worden sei, könne jeder daran erkennen, dass die Flamingos nicht wegflögen. Die Tierrechtler verlangen, dass die Haltung dieser Vögel beendet wird. Auch große Volieren könnten allenfalls eine Übergangslösung sein.

Das Frankfurter Ordnungsamt hat nach eigenen Angaben ein Auge auf die Vögel. „Unsere Veterinäre sind regelmäßig im Zoo und überprüfen die Haltungsbedingungen“, sagt Sprecher Ralph Rohr. Bisher sei es nie zu Beanstandungen gekommen.
Quelle: http://www.fr.de/frankfurt/zoo-frankfur ... -a-1383415
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:36

Tierrechtsorganisation Peta zeigt Berliner Tierpark an

Das Federstutzen verstößt laut Peta gegen das Tierschutzgesetz. Der Tierpark wehrt sich gegen die Vorwürfe. Eine Zoo-Mitarbeiterin zweifelt an den Intentionen der Tierrechtler.

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Fliegen können sie nicht, nur watscheln: Pelikane vor dem Schloss Friedrichsfelde im Tierpark Berlin beim Schlossfest 2010.FOTO: THILO RÜCKEIS

"Geduldete Tierquälerei" nennt die Tierrechtsorganisation Peta die Praxis von Zoos, Vögel durch Stutzen der Federn flugunfähig zu machen. Und stellte nun Strafanzeige gegen 20 deutsche Zoos und Tierparks wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz, darunter der Tierpark Friedrichsfelde. Dies geht aus einer Mitteilung der Organisation vom Mittwoch hervor. Laut einer Schätzung von 2016 würden in deutschen Zoos etwa 10.000 Vögel flugunfähig gemacht, was "den Wasservögeln auf grausame Art und Weise ihre natürliche Fortbewegung verwehrt. Nur, um sie den Besuchern in Freianlagen nett zu präsentieren", so die Peta-Fachreferentin Yvonne Würz. "Das ist, als würde man einem gesunden Menschen die Fähigkeit zum Laufen nehmen.“

Der Tierpark indes wehrt sich gegen die Vorwürfe der Tierrechtler. "Wir amputieren keine Vögel", stellt Sprecherin Christiane Reiss klar. "Wir beschneiden die Federn von Pelikanen, Kranichen und Großtrappen, das ist schmerzfrei. Das kann man mit dem Schneiden von Fingernägeln beim Menschen vergleichen." Das betreffe insgesamt 18 von 9000 Tieren im Tierpark. Und Besucher, die im heftigen Flügelschlagen der Pelikane nahe des Schlosses Friedrichsfelde verzweifelte Flugversuche vermuten, beruhigt Reiss: "Die fächern sich damit Luft zu."

Doch auch das vermeintlich harmlose Federstutzen sieht Peta als Einschränkung der Tierrechte. Abgesehen davon, dass sich die Organisation grundsätzlich gegen die Haltung von Vögeln in zoologischen Einrichtungen ausspricht, weist sie auf Alternativen zum Beschneiden hin. "Zoos scheuen meist Kosten und Mühen, um Wasservögel mit baulichen Veränderungen wie dem Überzäunen vorhandener Freianlagen flugfähig halten zu können", heißt es.

"Uns liegt bislang keine Anzeige vor", heißt es im Tierpark. Das kann auch noch dauern, meint Peta-Sprecher Dennis Schimmelpfennig. "Die Anzeigen sind am 6. November an die Staatsanwaltschaften rausgegangen", so der Sprecher. Diese müssten erst einmal Ermittlungsverfahren einleiten, dann würden die Zoos informiert.

Auf Twitter kam es zu einer Diskussion zwischen Peta und einer Mitarbeiterin des Berliner Zoos. "Ich habe keine Lust mehr drauf, mich und meine Kollegen von euch mit Dreck bewerfen zu lassen. Wir geben täglich alles, damit es unseren Tieren gut geht", schreibt die Zookeeperin. Zudem zweifelt sie an den Intentionen der Tierrechtler. Sie wirft Peta vor, nur 13 Prozent der Spendengelder direkt für den Tierschutz zu verwenden. Peta antwortete: "Jedwedes Geld was PETA verwendet, wird zu 100% für die Rechte der Tiere eingesetzt." Und weiter: "So erreicht man eben die Menschen, um sie auf das Leid und die Konsequenzen ihrer Handlungen aufmerksam zu machen."
Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/kriti ... 62062.html
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:38

Amputationen und Flügelstutzen Tierpark Berlin widerspricht den Vorwürfen von Peta


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Pelikane im Tierpark Berlin. Foto:imago/Hohlfeld

Die Tierrechtsorganisation Peta hat nach eigenen Angaben Anzeige gegen 20 deutsche Zoos und Tierparks wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Unter anderem auch gegen den Tierpark Berlin.
Um Wasservögel wie Flamingos, Pelikane und Gänse am Wegfliegen zu hindern, so der Vorwurf, würden die Tiere durch regelmäßiges Beschneiden der Federn oder chirurgische Eingriffe flugunfähig gemacht.
Tierpark und Zoo widersprechen
Auf Anfrage des Berliner KURIER meldete sich der Tierpark Berlin zu Wort. "Aus unserer Sicht entbehren die Anschuldigungen jeglicher Grundlage", so Pressesprecherin Christiane Reiss. Sowohl der Zoo als auch der Tierpark in Berlin amputierten seit Jahren keine Flügel mehr bei den Wasservögeln. Die gängige Vorgehensweise sei das schmerzlose Beschneiden der Federn.
Die Tierrechtsorganisation Peta schreibt auf ihrer Webseite hingegen: "Flugunfähigmachen bedeutet, man stutzt den Vögeln regelmäßig die Flugfedern oder aber verhindert durch verschiedene dauerhafte Methoden, dass die Schwungfedern nachwachsen". Die Vögel würden für die "trügerische Idylle einer malerisch wirkenden Teichanlage" verstümmelt.
Im Tierschutzgesetz heißt es: „Verboten ist das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres.“
Laut einer Schätzung werden in deutschen Zoos und Tierparks etwa 10.000 flugunfähig gemachte Vögel gehalten, so Peta.
– Quelle: https://www.berliner-kurier.de/28816030 ©2017
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Anita » Di 14. Nov 2017, 14:41

Verband der Zoobetreiber weist Vorwürfe von Peta zurück


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FLUGVERBOT: Auch den Flamingos im Zoo Hannover werden die Flügel beschnitten.© Frank Wilde


Verstoßen Zoos gegen das Tierschutzgesetz, wenn sie bestimmten Vogelarten die Flügel stutzen? Der Verband der Zoologischen Gärten bestreitet das, fordert aber Rechtssicherheit durch entsprechende Ausnahmeregelungen. Die Tierrechtsorganisation Peta hatte Strafanzeigen gegen 20 Tierparks erstattet.


Die Strafanzeigen der Tierrechtsorganisation Peta gegen 20 Zoos und Tierparks, darunter auch der Zoo Hannover, wegen des Beschneidens der Federn von Vögeln wie Flamingos und Pelikanen hat offenbar einen wunden Punkt berührt. Obwohl der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) den Vorwürfen widerspricht, fordert er doch Rechtssicherheit. In einem Positionspapier empfiehlt er, im Tierschutzgesetz eine entsprechende Ausnahmeregelung für Zoos, die gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz zugelassen sind, festzulegen, um „die Einschränkung des Fliegens bestimmter Vogelarten ausdrücklich zu erlauben“.

Peta beruft sich in ihren Strafanzeigen insbesondere auf den Paragrafen 6 des Tierschutzgesetzes. Danach ist „das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen oder das vollständige oder teilweise Entnehmen oder Zerstören von Organen oder Geweben eines Wirbeltieres“ verboten. Das Beschneiden von Vogelflügeln in zoologischen Einrichtungen verstoße entsprechend gegen das Tierschutzgesetz, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Fraktion die Linke.

Der Zoo Hannover bestätigte gegenüber der NP: „Grundsätzlich werden im Zoo Hannover seit vielen Jahren nur einigen wenigen Vogelarten, zum Beispiel Pelikan, Flamingo, Kronenkranich, einmal jährlich im Rahmen der tierärztlichen Kontrolluntersuchung die Federn geschnitten.“

Laut Rechtsauffassung des VdZ aber fällt das Beschneiden der Schwungfedern nicht unter das Amputationsverbot. Hier käme der Paragraf 2 des Gesetzes in Betracht. Darin wird geregelt, dass die Einschränkung von artgemäßen Bewegungsmöglichkeiten den Tieren weder Schmerzen, Leiden bereiten noch Schäden verursachen dürfe. Was im Umkehrschluss jedoch solche Einschränkungen auch zulässt. Das Federnschneiden verursacht nach Auffassung des Verbandes weder Schmerz noch Leid. Er vergleicht es mit dem Scheren von Fell oder dem Beschneiden von Hufen. Auch die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hatte bereits 2016 in einer Stellungnahmen ein temporäres Flugunfähigmachen durch Beschneiden der Schwungfedern bei einigen wenigen Arten für tierschutzfachlich vertretbar eingestuft. „Dieser Auffassung schließen sich die Amtstierärzte der Landeshaupstadt Hannover an“, so Stadtsprecher Udo Möller. „Da wir bisher zudem keine erheblichen Leiden oder Einschränkungen der anderen biologischen Funktionskreise bei diesen Vögeln feststellen konnten, sind weitere Maßnahmen aus unserer Sicht vorerst nicht zu veranlassen.“ Die städtische Veterinärbehörde hat die tierschutzrechtliche Aufsicht über den Zoo.

Würde die Flugeinschränkung von Vögeln aber generell verboten, sieht der VdZ gravierende Probleme auf die Zoos zukommen – und auf die Aufgabe des Artenschutzes. Denn rund 65 der Vogelarten, die davon betroffen wären, gelten als vom Aussterben bedroht oder zumindest gefährdet. 23 Zuchtbücher oder Erhaltungszuchtprogramme würden durch ein solches Verbot beeinträchtigt. Denn die wahrscheinlichste Konsequenz für die Zoos wäre dann, die Haltung dieser Arten einzustellen.

Während Peta den Tierparks vorwirft, den Bau von überdachten Volieren wegen der Kosten abzulehnen und mit der „trügerischen Idylle“ einer „malerisch wirkenden Teichanlage“ den Besuchern ein Vogelparadies vorzugaukeln, gibt es offenbar eine Reihe anderer Gründe, etwa bei Pelikanen und Flamingos auf Volieren zu verzichten.

„Bei der größten Gruppe der derzeit in Zoos flugeingeschränkt gehaltenen Vogelarten spielt Fliegen eine untergeordnete Rolle, da sie in Zoos keinem Feinddruck ausgesetzt sind und zum Nahrungserwerb und zur Fortpflanzung nicht fliegen müssen“, heißt es im Positionspapier des Verbandes. Während diese Tiere auf großen Teichanlagen, auch ohne fliegen zu können, problemlos gehalten werden können, würden selbst große Fluganlagen letztlich das Platzangebot reduzieren. Ganz abgesehen von der Verletzungsgefahr.

Viele der Vögel, denen in Zoos die Flügel gestutzt werden, würden von Natur aus wenig fliegen, mehr stelzen und waten. Eine Bewegungseinschränkung, die Teil jeder Form von Tierhaltung sei, bedeute nicht grundsätzlich ein Leiden für die Tiere. Für Peta hingegen sieht das anders aus: „Den Wasservögeln wird auf grausame Art und Weise ihre natürliche Fortbewegung verwehrt, nur um sie den Besuchern in Freianlagen nett zu präsentieren“, so Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta. Die Organisation lehnt allerdings generell die Haltung von Tieren in Zoos ab.

Entsprechend gelassen bleiben auch die Zoobetreiber. „Peta ist immer schnell mit Anzeigen und Aktionen, aber die Niederlagen vor Gericht in der Vergangenheit – auch in zahlreichen Verfahren, die Zoos betreffen – haben gezeigt, dass es sich dabei oft genug um unbegründeten Aktionismus handelt“, sagt VdZ-Geschäftsführer Volker Homes. Noch lagen allerdings weder dem VdZ noch den Zoos selbst tatsächlich Anzeigen vor. Und auch bei der Staatsanwaltschaft Hannover war am Donnerstag noch Fehlanzeige.

Auch hinsichtlich der Peta-Kampagne gegen die Elefantenhaltung im Zoo Hannover gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Die Staatsanwaltschaft Hannover hatte das Verfahren eingestellt, dagegen hatte Peta Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Celle eingelegt. „Wir haben gerade erst das Filmmaterial bekommen, das muss nun ausgewertet werden“, so der Behördensprecher, Oberstaatsanwalt Bernd Kolkmeier. „Das wird noch einige Zeit dauern.“
Quelle: http://www.neuepresse.de/Hannover/Meine ... ta-zurueck
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Re: Peta stellt Strafanzeige gegen mehrere Zoos

Beitragvon Eva » Mi 15. Nov 2017, 09:40

Diese Idioten sollen sich lieber gegen die Tierquälerei in der Massentierhaltung engagieren - aber das bringt vermutlich zu viel Ärger und zu wenig Aufmerksamkeit!
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