Zoo Frankfurt - Zoo-Direktor schlägt Alarm

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Zoo Frankfurt - Zoo-Direktor schlägt Alarm

Beitragvon Anita » Mo 14. Mai 2018, 12:14

Zoo-Direktor schlägt Alarm

Im Frankfurter Zoo sind viele Anlagen uralt. Der neue Direktor Miguel Casares fordert rasche Neubauten – „sonst droht der Untergang“.

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Foto: peter-juelich.com (peter-juelich.com)

Knapp 100 Tage nach seinem Amtsantritt hat der neue Frankfurter Zoo-Direktor Miguel Casares Alarm geschlagen. Vor dem Römer-Kulturausschuss stellte er am Montagabend einen Drei-Phasen-Plan zum Neubau zentraler Zoo-Anlagen bis 2032 vor. Die bis zu 145 Jahre alten Gehege seien „hoffnungslos veraltet“ und müssten dringend ersetzt werden. Wenn nichts geschehe, so der 51-jährige Wissenschaftler, „wird der Zoo verkümmern, vielleicht sogar untergehen“.

Als Beispiele für betagte Bauten, die abgerissen werden müssten, nannte Casares die 65 Jahre alte Giraffen-Anlage, das 145 Jahre alte Nashorn-Gehege und das 56 Jahre alte Affen-Haus. Von den 25 Anlagen des Zoos seien 14 weit über 50 Jahre alt. „Wir stehen an einem kritischen Punkt“, sagte der Zoologe vor den Stadtverordneten und fügte hinzu: „Hier steht ein großer Name auf dem Spiel!“

„Ausgesprochen schwierige Arbeitsbedingungen“
Casares drängte auch auf eine neue, „attraktive“ Zoo-Gastronomie. Bis Januar oder Februar 2019 will er ein detailliertes Konzept für den Zoo der Zukunft vorlegen. Dabei soll die enge Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen. Aufgabe der Zoos seien heute mehr denn je die Erhaltung bedrohter Arten und der Schutz natürlicher Lebensräume. Neben der maroden Bausubstanz vieler Anlagen beklagte der Direktor die „ausgesprochen schwierigen Arbeitsbedingungen“ für die 175 Beschäftigten des Zoos.

In der ersten Phase der Neugestaltung zwischen 2018 und 2022 will Casares die Erneuerung der Gehege im „zentralen Flächendreieck“ des Zoos angehen. In der zweiten Phase sollen der Südwesten des Zoos mit Giraffen- und Nashorn-Haus, in der dritten Phase der Nordosten mit der Affenanlage folgen. Alle diese Gehege erfüllten die Vorschriften für eine moderne Tierhaltung längst nicht mehr. So müsse etwa eine Giraffen-Anlage ein 200 Quadratmeter großes Innengehege besitzen. Das in Frankfurt heute umfasse lediglich 112 Quadratmeter.

Einige Gebäude völlig marode
In einem Rundgang hatte Casares vorher den Stadtverordneten den völlig maroden Zustand einzelner Gebäude vor Augen geführt. So besichtigten die Kommunalpolitiker etwa den beengten Keller des 145 Jahre alten Nashorn-Hauses, in dem es noch am Morgen zu einem Wassereinbruch gekommen war. Es gebe beständige Probleme auch mit der Stromversorgung, berichtete der neue Zoo-Direktor. Er zitierte Volker Mosbrugger, den Generaldirektor des Museums Senckenberg: „Wenn eine Art weg ist, ist sie weg.“ Zur Finanzierung eines ersten Zoo-Konzepts bis Anfang 2019 hat Casares die KfW-Stiftung mit Sitz in Frankfurt gewonnen.

Darüber hinaus forderte der Direktor „ausreichende finanzielle Mittel“ von der Stadt, ohne jedoch eine Summe zu nennen. Er appellierte direkt an die Stadtverordneten: „Wir brauchen umfangreiche Investitionen und dringend die Unterstützung der städtischen Gremien.“

Veränderungen - oder die Tiere müssen weg
Die Kommunalpolitiker zeigten sich betroffen von dem, was sie gehört und gesehen hatten. „Das einzige Flusspferd und das letzte Nashorn wirkten trostlos“, sagte der kulturpolitische Sprecher der Grünen, Sebastian Popp. Wenn es nicht gelinge, die Bedingungen der Haltung dieser Großtiere „so schnell wie möglich zu ändern“, müsse man sich „von den Tieren verabschieden“.

Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) hielt sich nach dem Vortrag des Direktors auffällig zurück. Sie begrüßte es, dass die KfW-Stiftung die Erstellung eines Zukunftskonzepts bezahle. Die Verwirklichung eines neuen Zoos brauche „Zeit und Geld“.
Quelle: http://www.fr.de/frankfurt/zoo-frankfur ... -a-1501798
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Re: Zoo Frankfurt - Zoo-Direktor schlägt Alarm

Beitragvon Anita » Mo 14. Mai 2018, 12:16

Politiker wollen Zoo helfen

Die Stadt sichert dem Frankfurter Zoo finanzielle Unterstützung für die „sukzessive Erneuerung“ zu. Kämmerer Becker verspricht, dass sich der Tierpark in jedem künftigen Haushalt wiederfinden werde.

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Auch sie würden von der Fortentwicklung des Frankfurter Zoos profitieren: Brillenbärbabys Manu und Suyana. Foto: Renate Hoyer

Die Stadtregierung wird für eine „sukzessive Erneuerung“ des Frankfurter Zoos eintreten. Das hat Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU) am Dienstagabend im Gespräch mit der FR versichert. Becker sagte, er befürworte „eine Fortentwicklung des Zoos in einem verantwortbaren Zeitrahmen“.

Der CDU-Politiker reagierte auf den Alarmruf des Zoodirektors Miguel Casares. Der hatte vor dem Römer-Kulturausschuss einen Neubau zahlreicher veralteteter Zoo-Anlagen bis zum Jahr 2032 gefordert. Geschehe dies nicht, werde der Zoo „vielleicht sogar untergehen“.

Bürgermeister Becker legte sich nicht auf eine umfassende Erneuerung bis zum Jahr 2032 fest. Er sagte aber: „Es ist realistisch, dass in diesem Zeitrahmen eine Menge im Zoo geschehen wird.“ Becker versprach, dass sich in jedem künftigen Haushalt der Stadt „das Thema Zoo wiederfinden wird“. Als erstes werde man Geld für eine Zukunftsplanung bereitstellen.

Auch Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) sicherte Casares und dem Zoo ihre „vollste Unterstützung“ zu. Sie begrüßte es, dass der Direktor die Entwicklung der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre jetzt zunächst in einem Konzept darlegen wolle.

Für die dringendsten Reparaturen stünden dem Zoo Bauunterhaltungsmittel zur Verfügung. So könnten „Schäden zeitnah behoben werden“.

Hartwig sagte, sie habe von Anfang an den neuen Zoodirektor darin bestärkt, seine Schwerpunkte für eine Weiterentwicklung des Frankfurter Zoos „in aller Klarheit und Entschiedenheit einzubringen“. Sie danke Casares dafür, dass er bereits in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit Ideen präsentiert habe.
Quelle: http://www.fr.de/frankfurt/frankfurter- ... -a-1502904
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Re: Zoo Frankfurt - Zoo-Direktor schlägt Alarm

Beitragvon UliS » Mo 14. Mai 2018, 18:03

Viel Erfolg wünsche ich dem Franffurter Zoo .... [prima]
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Re: Zoo Frankfurt - Zoo-Direktor schlägt Alarm

Beitragvon Eva » Di 15. Mai 2018, 08:39

Hoffen wir mal, dass es klappt!
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